Die Reihenfolge der „The Witcher“-Bücher: So liest du die Hexer-Saga richtig

Die Welt des Hexers Geralt von Riva ist voller Monster, Magie und mehr. Wir verraten dir, in welcher Reihenfolge du die „Witcher“-Bücher lesen solltest.

„The Witcher“, eine Fantasy-Saga, die Millionen Leser begeistert

Andrzej Sapkows greift in seinen Büchern gerne slawische Mythologie auf.
Quelle: IMAGO / Dreamstime

Die „Witcher“-Saga des polnischen Autors Andrzej Sapkowski gehört zu den bekanntesten Fantasy-Reihen der vergangenen Jahrzehnte. Ihren Anfang nahm sie bereits in den 1980er-Jahren mit der Veröffentlichung der Kurzgeschichte „Wiedźmin“ (Der Hexer) im polnischen Magazin Fantastyka, die vom Hexer Geralt von Riva handelte. Die eigentliche Buchreihe entwickelte sich anschließend zu einer umfangreichen Fantasy-Saga, die Geralt, den Barden Rittersporn, die Zauberin Yennefer von Vengerberg und Prinzessi Cirilla „Ciri“ von Cintra in den Mittelpunkt stellt. Internationalen Status erreichte die Saga aber zuerst als Videospiel und dann als Serie. Wir schauen auf die häufig gestellte Frage, welche Lese-Reihenfolge für die Romane am sinnvollsten ist.

Die chronologische Reihenfolge der „The Witcher“-Bücher

Hier handelt es sich um ein Prequel zur Witcher-Saga.
Quelle: amazon.de

Wenn du die Geschichte zum ersten Mal liest, empfiehlt sich die chronologisch sinnvolle Lesereihenfolge, die teilweise von der Reihenfolge der Erscheinung abweicht. Dabei solltest du mit den beiden Kurzgeschichtenbänden „Der letzte Wunsch“ (1993 erschienen) und „Das Schwert der Vorsehung“ (1992) beginnen. So lernst du die wichtigsten Figuren und ihre Beziehungen zunächst kennen und kannst die großen Ereignisse rund um Geralt und Ciri anschließend besser einordnen. Erst danach folgt die fünfteilige Geralt-Saga:

  1. Das Erbe der Elfen (1994)
  2. Die Zeit der Verachtung (1995)
  3. Feuertaufe (1996)
  4. Der Schwalbenturm (1997)
  5. Die Dame vom See (1999)

Weiterführend: Anthologien und Prequels zur Hexer-Saga

Im Anschluss empfehlen sich die Anthologien und Prequels, mit denen du tiefer ins „Witcher“-Universum eintauchst. Darunter der Einzelroman „Zeit des Sturms“ (2013), der zeitlich vor den Ereignissen der eigentlichen Saga spielt, aber deutlich später veröffentlicht wurde. Da er viele Spoiler enthält, solltest du ihn erst nach den fünf Hauptromanen lesen. Das Prequel „Kreuzweg der Raben“ (2025) beleuchtet Geralts Anfänge als junger Hexer. Die Kurzgeschichtensammlung „Etwas endet, etwas beginnt“ (2000) ist hingegen eher als Ergänzung zu sehen. Sie ist für die eigentliche Handlung der Fantasy-Saga nicht maßgeblich, da tatsächlich nur ein Teil der Geschichten mit dem „Witcher“-Universum zusammenhängt.

Ein Vorschlag für die richtige Reihenfolge der „The Witcher“-Bücher

Viele Fans empfehlen, mit dem Kurzgeschichenband „Der letzte Wunsch“ zu beginnen.
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„Der letzte Wunsch“ (1993)
„Das Schwert der Vorsehung“ (1992)
„Das Erbe der Elfen“ (1994)
„Die Zeit der Verachtung“ (1995)
„Feuertaufe“ (1996)
„Der Schwalbenturm“ (1997)
„Die Dame vom See“ (1999)
„Etwas endet, etwas beginnt“ (2000) – Ergänzungsband
„Zeit des Sturms“ (2013) – zeitlich vor der Hauptsaga angesiedelt
„Kreuzweg der Raben“ (2024) – Vorgeschichte zu Geralts frühen Jahren

Scheuen wir uns die Bände einmal genauer an:

#1 „Der letzte Wunsch“ von Andrzej Sapkowski (1993)

„The Witcher – Der letzte Wunsch“ von Andrzej Sapkowski
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In „Der letzte Wunsch“ (Originaltitel: „Ostatnie życzenie“) lernst du Geralt von Riva kennen, einen professionellen Monsterjäger, der sich durch eine Welt voller Magie, Vorurteile und gefährlicher Kreaturen bewegt. Der Band versammelt mehrere Kurzgeschichten, die Geralts Charakter und seine besondere Sicht auf Gut und Böse zeigen. Dabei begegnet er unter anderem einer verfluchten Prinzessin und gerät in die Nähe der mächtigen Zauberin Yennefer. Die Geschichten wirken zunächst wie eigenständige Abenteuer, legen aber wichtige Grundlagen für die gesamte spätere Saga. Besonders spannend ist, dass Sapkowski bekannte Märchenmotive aufgreift und ihnen eine deutlich düsterere Wendung gibt.

#2 „Das Schwert der Vorsehung“ von Andrzej Sapkowski (1992)

„The Witcher – Das Schwert der Vorsehung“ von Andrzej Sapkowski
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Der zweite Kurzgeschichtenband „Das Schwert der Vorsehung“ (Originaltitel: „Miecz przeznaczenia“) führt Geralt noch tiefer in die Welt der  „Witcher“-Saga  und rückt das Thema Schicksal stärker in den Mittelpunkt. Die Begegnungen mit Ciri werden vorbereitet, die später zu einer der wichtigsten Figuren der gesamten Geschichte wird. Geralt versucht weiterhin, sich aus politischen Konflikten herauszuhalten, doch immer wieder wird er von Ereignissen eingeholt, die größer sind als seine eigenen Pläne. Zwischen Monstern, Königen und alten Prophezeiungen entsteht dabei eine Verbindung, die für die kommenden Romane entscheidend ist. Wer die späteren Ereignisse verstehen möchte, sollte diesen Band deshalb nicht überspringen.

Lesetipp: Nicht nur der Witcher wurde zur Videospiel-Legende. Auch diese Games basieren auf Büchern.

#3 „Das Erbe der Elfen“ von Andrzej Sapkowski (1994)

„The Witcher – Das Erbe der Elfen“ von Andrzej Sapkowski
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Mit „Das Erbe der Elfen“ (Originaltitel: „Krew elfów“) beginnt die eigentliche Roman-Saga rund um Geralt und Ciri. Nachdem die politischen Spannungen immer weiter eskalieren, nimmt Geralt die junge Ciri unter seinen Schutz und bringt sie nach Kaer Morhen, dem Zuhause der Hexer. Dort beginnt ihre Ausbildung, während gleichzeitig Könige, Zauber*innen und andere Mächte um Einfluss kämpfen. Ciri scheint dabei weit mehr zu sein als ein gewöhnliches Mädchen, denn ihre Herkunft und ihre besonderen Fähigkeiten machen sie für viele Parteien interessant. Der Roman verbindet persönliche Beziehungen mit einem immer größer werdenden Konflikt, der bald die gesamte Welt des Hexers bedroht.

#4 „Die Zeit der Verachtung“ von Andrzej Sapkowski (1995)

„The Witcher – Die Zeit der Verachtung“ von Andrzej Sapkowski
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In „Die Zeit der Verachtung“ (Originaltitel: „Czas pogardy“) verschärft sich die Lage auf dem Kontinent dramatisch. Geralt, Ciri und Yennefer werden immer stärker in die politischen Machtkämpfe und den Krieg zwischen den verschiedenen Reichen hineingezogen. Während Geralt versucht, Ciri zu beschützen, wird deutlich, dass sie für die Zukunft der Welt eine zentrale Rolle spielt. Ein entscheidendes Ereignis verändert schließlich das Leben der Figuren und trennt sie voneinander. Der Roman ist damit ein Wendepunkt der Saga und führt die Geschichte in eine deutlich düsterere Richtung.

#5 „Feuertaufe“ von Andrzej Sapkowski (1996)

„The Witcher – Feuertaufe“ von Andrzej Sapkowski
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Geralt macht sich in „Feuertaufe“ (Originaltitel: „Chrzest ognia“) auf die Suche nach Ciri und erhält dabei Unterstützung von einer ungewöhnlichen Gruppe von Gefährt*innen. Zu ihnen gehören unter anderem der Barde Rittersporn und die Bogenschützin Milva, die dem Hexer auf seinem gefährlichen Weg zur Seite stehen. Während um sie herum der Krieg tobt, wird die Reise immer mehr zu einer persönlichen Mission. Gleichzeitig muss Ciri in einer völlig anderen Umgebung ums Überleben kämpfen und sich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. Der Roman lebt besonders von den Beziehungen zwischen den Figuren und zeigt Geralt so menschlich wie kaum zuvor.

#6 „Der Schwalbenturm“ von Andrzej Sapkowski (1997)

„The Witcher – Der Schwalbenturm“ von Andrzej Sapkowski
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In „Der Schwalbenturm“ (Originaltitel: „Wieża Jaskółki“) steht Ciri noch stärker im Mittelpunkt der Handlung. Nach den dramatischen Ereignissen der vorherigen Bände ist sie auf sich allein gestellt und muss lernen, in einer brutalen Welt zu überleben. Gleichzeitig versuchen verschiedene Parteien, ihre Spur aufzunehmen, denn ihre Herkunft macht sie zu einer begehrten Figur im Machtspiel der Herrschenden. Geralt setzt seine Suche fort, während sich die Wege der wichtigsten Charaktere immer weiter auf ein gemeinsames Ziel zubewegen. Der Roman ist geprägt von einer düsteren Atmosphäre und bereitet die große Entscheidung der Saga vor.

#7 „Die Dame vom See“ von Andrzej Sapkowski (1999)

„The Witcher – Die Dame vom See“ von Andrzej Sapkowski
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„Die Dame vom See“ (Originaltitel: „Pani Jeziora“) bildet den Abschluss der eigentlichen Geralt-Saga und führt die zahlreichen Handlungsstränge zusammen. Ciri gerät zwischen verschiedene Welten und muss sich endgültig mit ihrer besonderen Bestimmung auseinandersetzen. Auch Geralt und Yennefer stehen vor Entscheidungen, die weitreichende Folgen für ihr eigenes Schicksal haben. Dabei geht es nicht nur um den Ausgang eines Krieges, sondern auch um die Frage, ob die Figuren ihrem vorherbestimmten Weg folgen müssen. Der Abschluss fällt dabei ebenso episch wie melancholisch aus und setzt einen emotionalen Schlusspunkt unter Geralts große Geschichte.

#8 „Zeit des Sturms“ von Andrzej Sapkowski (2013)

„The Witcher – Zeit des Sturms“ von Andrzej Sapkowski
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„Zeit des Sturms“ (Originaltitel: „Sezon burz“) erschien viele Jahre nach dem Abschluss der Geralt-Saga und erzählt ein Abenteuer, das zeitlich deutlich früher angesiedelt ist. Geralt verliert seine beiden wertvollen Hexerschwerter und gerät dadurch in eine gefährliche Geschichte voller Intrigen, Magie und politischer Machtspiele. Auf seiner Suche nach den Waffen bekommt er es mit Zauber*innen, Königen und mächtigen Gegnern zu tun. Der Roman funktioniert weitgehend als eigenständiges Abenteuer und bietet gleichzeitig ein Wiedersehen mit bekannten Figuren aus Geralts Vergangenheit. Für Neueinsteiger empfiehlt es sich dennoch, das Buch erst nach der Hauptsaga zu lesen, da es viele Zusammenhänge und Figuren voraussetzt.

#9 „Etwas endet, etwas beginnt“ von Andrzej Sapkowski (2000)

„The Witcher – Etwas endet, etwas beginnt“ von Andrzej Sapkowski
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„Etwas endet, etwas beginnt“ (Originaltitel: „Coś się kończy, coś się zaczyna“) ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die einen etwas anderen Blick auf die Welt von Geralt von Riva ermöglicht. Einige Erzählungen stehen in direktem Zusammenhang mit dem „Witcher“-Universum, andere sind eigenständige Fantasy-Geschichten und haben mit Geralt nichts zu tun. Besonders interessant ist die titelgebende Geschichte „Etwas endet, etwas beginnt“, die ursprünglich als humorvolle Geschichte über die Hochzeit von Geralt und Yennefer entstand. Für die eigentliche Handlung der Saga ist der Band nicht zwingend notwendig, als Ergänzung für Fans der Reihe aber durchaus lesenswert.

#10 „Kreuzweg der Raben“ von Andrzej Sapkowski (2024)

„The Witcher – Kreuzweg der Raben“ von Andrzej Sapkowski
Quelle: amazon.de

„Kreuzweg der Raben“ (Originaltitel: „Rozdroże kruków“) erzählt von einem deutlich jüngeren Geralt, der noch am Anfang seiner Laufbahn als Hexer steht. Nach seiner Ausbildung muss er sich in einer gefährlichen Welt behaupten, in der Monster längst nicht immer die größte Bedrohung darstellen. Der Roman zeigt, wie Geralt zu dem erfahrenen und abgeklärten Hexer wird, den du aus den späteren Geschichten kennst. Dabei erhältst du neue Einblicke in seine Vergangenheit und seine ersten Abenteuer als Monsterjäger. Zeitlich ist das Buch vor „Der letzte Wunsch“ und „Das Schwert der Vorsehung“ angesiedelt.

Für die Lesereihenfolge: Wenn du die Geschichte chronologisch nach Geralts Lebenslauf lesen möchtest, steht „Kreuzweg der Raben“ an erster Stelle. Für den Einstieg empfiehlt es sich trotzdem, mit „Der letzte Wunsch“ zu beginnen, da du so die Figur und die Welt zunächst in der Reihenfolge kennenlernst, in der Sapkowski sie ursprünglich aufgebaut hat. „Kreuzweg der Raben“ kannst du anschließend als Vorgeschichte lesen.

„The Witcher“ multimedial

„The Witcher“ wurde auch ein Serien-Hit.
Quelle: Susie Allnutt/Netflix

Lose basierend auf den Büchern, entstand in Polen seit 2007 eine der erfolgreichsten Videospielreihen, die sich mehr als 33 Millionen Mal verkaufte. Kein Wunder, dass auch Hollywood auf den Stoff aufmerksam wurde. Netflix brachte „The Witcher“ 2019 als Serie auf den Bildschirm, wobei Henry Cavill in den ersten drei Staffeln die Rolle des Geralt von Riva übernahm, danach abgelöst von Liam Hemsworth. Die Serie orientiert sich vor allem an den Geschichten aus den Büchern, nimmt sich bei der Handlung und der zeitlichen Abfolge jedoch einige Freiheiten.

Wenn du die Welt von Geralt bisher nur aus der Serie kennst, lohnt sich deshalb ein Blick in die Bücher besonders. Sie erzählen die Geschichte ausführlicher, geben den Figuren mehr Raum und vermitteln dir viele Hintergründe, die in der Verfilmung nur angerissen werden. Am besten startest du mit „Der letzte Wunsch“ und arbeitest dich anschließend durch die oben genannte Reihenfolge – so erlebst du die Entwicklung von Geralt, Ciri und Yennefer von Anfang an.

Lesetipp: Das sind die besten Buchverfilmungen aller Zeiten.

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