Diese Buchverfilmungen haben 2026 Oscars gewonnen

Zu den großen Oscar-Favoriten 2026 zählen auch Buchverfilmungen. Wir zeigen, welche Adaptionen in welchen Kategorien nominiert waren und wer abgeräumt hat.

Am 15. März 2026 schaute die Welt wieder einmal auf Los Angeles, denn dann werden die 98. Oscars verliehen, der wichtigste Filmpreis der Welt. Doch auch die Buchbranche fieberte dem glamourösen Event entgegen, denn auch Buchverfilmungen standen hoch im Kurs und haben ordentlich abgeräumt. Wir schauen uns alle Oscar-Nominierungen der Buchverfilmungen an. Während beispielsweise die Thriller-Verfilmung „The Housemaid“ mit großem Budget beworben wurde, spielt sie keine Rolle, dafür aber die intensive Indie-Überraschung „Hamnet“ und zwei Filme, die eher unter dem Radar laufen. 

Die Oscar-Gewinner 2026 aus Buch-Sicht

Insgesamt konnten drei der nominierten Buchverfilmungen zehn Oscars einheimsen. Allen voran die Thomas-Pynchon-Adaption „One Battle After Another“, die mit sechs Trophäen der Abräumer des Abends war. „Frankenstein“ hat drei Oscars aus dem weniger glamourösen, aber dennoch sehr wichtigen, Segment gewonnen.

Am bemerkenswertesten war aber sicherlich der Oscar, den Hauptdarstellerin Jessy Buckley für „Hamnet“ bekam – übrigens als erste Irin überhaupt. Die biografische Shakespeare-Geschichte ist ein waschechter Frauenfilm: Basierend auf dem Roman der Irin Maggie O'Farrell drehte die chinesische Regisseurin Chloé Zhao ein naturverbundenes, emotionales Werk, das nicht den großen Dichter Shakespeare, sondern seine Frau Agnes in den Vordergrund stellt. Sie muss den aufwühlenden Tod ihres Sohnes Hamnet verarbeiten.

Für Jessy Buckley eine besonders wichtige Rolle, denn nur eine Woche nach Drehschluss erfuhr sie von ihrer eigenen Schwangerschaft. Ihre Tochter ist zum Zeitpunkt der Oscarverleihung gerade einmal acht Monate alt. In ihrer Dankesrede sagte Jessy Buckley über ihr Kind: „Ich liebe dich und ich liebe es, deine Mutter zu sein und kann es kaum erwarten, das Leben an deiner Seite zu entdecken.“ Bezogen auf den Film und ihre Schwangerschaft sagte sie, die „Reise, um die Leistungen und Liebe einer Mutter zu verstehen, ist das großartigste Zusammentreffen meines Lebens.

Lesetipp: Hier findest du alle Buchverfilmungen, die 2026 erscheinen.

Jessy Buckleys Oscar-prämierte Darstellung der Agnes in „Hamnet“.
Quelle: IMAGO / Landmark Media
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„One Battle After Another“ – 13 Nominierungen

Paul Thomas Andersons Action-Thriller-Komödie war einer der heißen Oscar-Favoriten und am Ende mit den meisten Trophäen der Abräumer des Abends. „One Battle After Another“ hatte mit 13 Nominierungen genauso viele Chancen auf den Goldjungen wie damals der erste Teil von „Der Herr der Ringe“! Unter anderem konnte auch Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio auf die Auszeichnung hoffen. Außerdem gab es Nominierungen für die folgenden Kategorien. Die Gewinne sind gekennzeichnet. Nominiert für:

  • den besten Film – Sieger,
  • die beste Regie – Sieger (Paul Thomas Anderson),
  • das beste adaptierte Drehbuch – Sieger,
  • gleich zweimal für den besten Nebendarsteller (Benicio del Toro und Sean Penn) – Sieger (Sean Penn),
  • die beste Nebendarstellerin (Teyana Taylor),
  • das beste Casting – Sieger,
  • die beste Kamera,
  • den besten Schnitt – Sieger,
  • die beste Filmmusik,
  • das beste Szenenbild
  • und den besten Ton.

Der Film basiert lose auf dem 1990er Roman „Vineland“ des US-amerikanischen Schriftstellers Thomas Pynchon.

Leonardo DiCaprio hat Gewinnchancen für „One Battle After Another“.
Quelle: IMAGO / ZUMA Press

„Frankenstein“ – 9 Nominierungen

Auch wenn es die sechste Verfilmung von Mary Shelleys Gothic-Klassiker „Frankenstein“ nicht ins Kino geschafft hat, konnte sie auf einige Oscars hoffen. Der mexikanische Meisterregisseur Guillermo del Toro („Pans Labyrinth“) schuf für Netflix eine epische Reise bis an den Nordpol, die für folgende Oscars nominiert war und letztendlich in drei handwerklichen Kategorien überzeugen konnte:

  • Bester Film,
  • bester Nebendarsteller (Jacob Elordi, der Frankensteins Monster spielt),
  • bestes adaptiertes Drehbuch,
  • bestes Szenenbild – Sieger,
  • bestes Kostümdesign – Sieger,
  • bestes Make-up & Frisuren – Sieger,
  • beste Filmmusik
  • und den besten Ton.
Guillermo del Toros „Frankenstein“ ist für neun Oscars nominiert.
Quelle: IMAGO / Landmark Media

„Hamnet“ – 8 Nominierungen

Für ca. 30 Millionen – in Hollywood-Maßstäben ein Schnäppchen – hat die chinesische Autorenfilmerin Chloé Zhao eine der großen Oscar-Hoffnungen geschaffen. Schauspielerin Jessy Buckley galt als sichere Favoritin für den Hauptdarstellerinnen-Oscar. Ihre intensive Darstellung von William Shakespeares naturverbundener Ehefrau, die mit dem aufstrebenden Dichter den Tod des Sohnes Hamnet verarbeiten muss, hat der Irin schon einige Preise eingebracht und letztlich auch diesen. Am Ende blieb es der einzige Oscar für den Film. Außerdem gab es Nominierungen für:

  • den besten Film,
  • die beste Regie,
  • das beste Adaptierte Drehbuch,
  • das beste Casting,
  • das beste Szenenbild,
  • das beste Kostümdesign
  • und die beste Filmmusik.

„Hamnet“ basiert auf dem 2020 erschienenen Roman „Judith und Hamnet“ der irischen Autorin Maggie O’Farrell.

Jessy Buckley gilt für „Hamnet“ als Oscar-Favoritin.
Quelle: IMAGO / Future Image

„Train Dreams“ – 4 Nominierungen

Neben den großen Favoriten gab es noch zwei Buchverfilmungen, die eher unter dem Radar laufen. „Train Dreams“ basiert auf der 2003 erschienenen gleichnamigen Novelle des US-amerikanischen Schriftstellers Denis Johnson und erzählt vom Leben eines Tagelöhners (gespielt vom Australier Joel Edgerton) über fünf Jahrzehnte hinweg. Nominiert war Clint Bentleys Film für:

  • den besten Film,
  • das beste adaptierte Drehbuch,
  • die beste Kamera
  • und den besten Filmsong („Train Dreams“ von Nick Cave und Bryce Dessner).

Gewinnen konnte er keinen der Goldjungen.

Joel Edgerton im Oscar-nominierten Film „Train Dreams“.
Quelle: Netflix

„The Lost Bus“ – 1 Nominierung

Weiter unten in der Nominierungsliste der Oscars versteckt sich noch eine weitere Buchverfilmung. „The Lost Bus“ basiert auf dem Buch „Paradise: One Town’s Struggle to Survive an American Wildfire“ der US-amerikanischen Journalistin Lizzie Johnson. Das Buch behandelt die verheerenden Waldbrände, die 2018 in Kalifornien wüteten. Der Katastrophenfilm mit Matthew McConaughey und America Ferrera war für die besten visuellen Effekte nominiert, wurde aber von „Avatar 3: Fire and Ash“ ausgestochen.

Lesetipp: Hier findest du alles über Buchverfilmungen.

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