Sebastian Fitzeks Kooperationen: Ein Überblick über seine gemeinsamen Buchprojekte

Was haben ein Rechtsmediziner, ein Namenforscher und ein Comedian mit Sebastian Fitzek gemeinsam? Sie alle haben mit ihm ungewöhnliche Projekte entwickelt.

Sebastian Fitzek kann mehr als Psychothriller

Sebastian Fitzek ist einer der erfolgreichsten Thrillerautoren Deutschlands.
Quelle: IMAGO / Christian Grube

Seit seinem Debüt „Die Therapie“ im Jahr 2006 sorgt Sebastian Fitzek mit extrem erfolgreichen Psychothrillern für Spannung. Doch Fitzek arbeitet nicht nur allein: Im Laufe seiner Karriere sind mehrere ungewöhnliche Kooperationen mit anderen Autor*innen und verschiedenen Fachleuten entstanden. Wir werfen einen Blick auf diese gemeinsamen Projekte, die Romane, Kinderbücher und Sachliteratur umfassen.

Fitzeks Kooperationen könnten unterschiedlicher kaum sein. Mal steht ein Fachgebiet wie Namenforschung oder Rechtsmedizin im Mittelpunkt, mal entsteht daraus ein gemeinsamer Thriller oder ein Projekt in einem ganz anderen Genre. Wir zeigen, mit wem Fitzek im Laufe seiner Karriere zusammengearbeitet hat und was die jeweiligen Projekte besonders macht.

„Die 10 größten Radio-Geheimnisse“ mit Rüdiger Kreklau (2002)

Der junge Sebastian Fitzek schrieb über das Radio.
Quelle: IMAGO / opale.photo

Eine von Fitzeks frühesten Kooperationen entstand noch vor seinem Durchbruch als Thrillerautor. Gemeinsam mit dem Radioberater Rüdiger Kreklau veröffentlichte er 2002 „Die 10 größten Radio-Geheimnisse“. Darin geht es um Strategien aus dem Radiogeschäft und die Frage, wie Sender mit möglichst geringem Risiko erfolgreich arbeiten können. Sebastian Fitzek konnte dabei seine Erfahrungen aus seiner Zeit als Radiomoderator und -produzent einbringen. Das Sachbuch unterscheidet sich damit deutlich von seinen späteren Romanen.

„Professor Udolphs Buch der Namen: Woher sie kommen – Was sie bedeuten“ mit Jürgen Udolph (2005)

„Professor Udolphs Buch der Namen: Woher sie kommen – Was sie bedeuten“
Quelle: amazon.de
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2005 arbeitete Fitzek mit dem Namenforscher Jürgen Udolph zusammen. „Professor Udolphs Buch der Namen: Woher sie kommen – Was sie bedeuten“ beschäftigt sich mit der Herkunft und Bedeutung von Familiennamen. Udolph brachte sein wissenschaftliches Fachwissen ein, Fitzek half dabei, das Thema unterhaltsam und verständlich aufzubereiten. Das Buch wurde zum SPIEGEL-Bestseller und machte die Namenforschung einem größeren Publikum zugänglich. Udolph war zu dieser Zeit der einzige Professor für Onomastik und lehrte an der Universität Leipzig.

„Abgeschnitten“ mit Michael Tsokos (2012)

Schriftsteller Sebastian Fitzek und Gerichtsmediziner Michael Tsokos haben gemeinsam das Buch „Abgeschnitten“ veröffentlicht.
Quelle: IMAGO / Charles Yunck

Für „Abgeschnitten“ tat sich Fitzek 2012 erstmals mit dem Rechtsmediziner Michael Tsokos zusammen. Die Kollaboration verbindet Fitzeks Spannungserzählung mit Tsokos' Fachwissen. Im Mittelpunkt des Thrillers steht der Rechtsmediziner Paul Herzfeld, der in einer Leiche Hinweise auf seine entführte Tochter entdeckt. Das Buch wurde zum großen Publikumserfolg und erreichte Platz 5 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Die Zusammenarbeit mit Tsokos setzte Fitzek später mit weiteren Projekten fort.

„Pupsi & Stinki“ mit Jörn Stollmann (2017)

Sebastian Fitzek kann auch Kinderbücher schreiben.
Quelle: amazon.de

Mit „Pupsi & Stinki“ wagte sich Sebastian Fitzek 2017 erstmals ins Kinderbuchgenre. Jörn „Stolli“ Stollmann, ein langjähriger Freund Fitzeks, übernahm die Illustrationen. Die Geschichte handelt von einem Jungen, der wegen seiner Pupse gehänselt wird, und einem Stinktier, das ausgerechnet nicht stinken kann. Das humorvolle Vorlesebuch zeigt eine völlig andere Seite des Thrillerautors und erschien inzwischen in mehreren Auflagen.

„AURIS“ mit Vincent Kliesch (2019)

Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek veröffentlichten gemeinsam den Erfolgsthriller „AURIS“.
Quelle: IMAGO / Photopress Müller

Eine der bekanntesten Kooperationen Fitzeks ist die Zusammenarbeit mit Schriftsteller und Comedian Vincent Kliesch. „AURIS“ basiert auf einer Hörspielidee von Fitzek, die Kliesch zum Roman ausarbeitete. Im Mittelpunkt steht der forensische Phonetiker Matthias Hegel, der anhand menschlicher Stimmen kleinste Hinweise auf Wahrheit oder Lüge erkennt. Der Thriller war ein großer Erfolg und wurde zum SPIEGEL-Bestseller. Aus der ursprünglichen Idee entstand anschließend eine eigenständige Reihe, die Kliesch mit weiteren Romanen fortführte.

„Die Geschichte vom traurigen Weihnachtsbaum“ mit Gerlinde Jänicke (2019)

Jörn Stollmann, Gerlinde Jänicke und Sebastian Fitzek stellen ihr gemeinsames Kinderbuchprojekt vor.
Quelle: IMAGO / Jan Huebner

2019 entstand mit „Die Geschichte vom traurigen Weihnachtsbaum“ ein weiteres Kinderbuch abseits von Fitzeks Thrillerwelt. Die Geschichte von Gerlinde Jänicke basiert auf einer Idee von Fitzek und erzählt von einem kleinen, krumm gewachsenen Weihnachtsbaum, der auf dem Weihnachtsbaummarkt von den anderen Bäumen gehänselt wird. Für die Illustrationen sorgte wieder einmal Jörn „Stolli“ Stollmann. Das 48-seitige Bilderbuch richtet sich an Kinder ab vier Jahren und erschien bei Pattloch.

„Schreib oder stirb“ mit Micky Beisenherz (2022)

„Schreib oder stirb“ ist Fitzeks Kollaboration mit Micky Beisenherz.
Quelle: amazon.de

2022 traf Fitzeks Psychothriller auf den schwarzen Humor des Autors und Moderators Micky Beisenherz. „Schreib oder stirb“ erzählt von einem Literaturagenten, der in eine gefährliche Geschichte hineingezogen wird und dabei selbst zum Teil eines Thrillers wird. Die Zusammenarbeit lebt vor allem vom Kontrast zwischen Fitzeks Spannung und Beisenherz' humoristischem Stil. Der Roman kam beim Publikum gut an und stieg auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste ein.

„REM“ mit Annika Strauss (2026)

„REM“ ist die jüngste Kooperation von Fitzek mit der Horrorautorin Annika Strauss.
Quelle: IMAGO / Manfred Segerer

Mit „REM“ arbeitete Fitzek 2026 erstmals mit der Horrorautorin und Schauspielerin Annika Strauss zusammen. Der Thriller verbindet psychologische Spannung mit klassischen Horrorelementen und beschäftigt sich mit Albträumen, die weit mehr als gewöhnliche nächtliche Erlebnisse sind. Strauss bringt dabei ihre Erfahrung aus dem Horror-Genre ein, während Fitzek seine typische Thrillerdramaturgie beisteuert.

Mehr als Bücher: Weitere Kooperationen von Fitzek

Weitere Kollaborationen von Sebastian Fitzek.
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Fitzek hat seine Geschichten und Ideen außerdem mehrfach in andere Formate übertragen. Gemeinsam mit Spieleautor Marco Teubner entstanden unter anderem „Sebastian Fitzek SafeHouse“ (2017), „Sebastian Fitzek Killercruise“ (2020) und „Sebastian Fitzek Underground“ (2024). Die Spiele greifen typische Elemente aus Fitzeks Thrillerwelt auf, setzen aber jeweils eigene Spielmechaniken ein.

Auch bei den „Black Stories“ gibt es eine Fitzek-Ausgabe. „Black Stories – Sebastian Fitzek Edition“ erschien 2018 und enthält 50 makabre Rätselgeschichten, die thematisch an seine düstere Welt angelehnt sind.

Auch am Buch „Nie war Früher schöner als Jetzt: Ein Boomer blickt zurück nach vorn“ von Satiriker Oliver Kalkofe war Sebastian Fitzek beteiligt, wenn er auch offiziell kein Kollaborateur ist. Aber er hat Kalkofe während eines gemeinsamen Hotelaufenthalts beim Schreibprozess unterstützt. Im Zuge dessen kam es auch dazu, dass Olover Kalkofe in der Sendung „Verstehen Sie Spaß?“ ausgetrickst wurde – Fitzek spielte dabei den Lockvogel.

Damit reicht Fitzeks Zusammenarbeit mit anderen Kreativen inzwischen vom Sachbuch über Thriller und Kinderbücher bis zu Gesellschaftsspielen und Rätselspielen.

Tipp: Schau hier, wenn du wissen möchtest, welche Bücher von Sebastian Fitzek zusammenhängen.

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Pinterest Pin Das sind die 10 ungewöhnlichen Kollaborationen von Sebastian Fitzek