Kurzportrait Peggy Mädler: Die Autorin hinter „Selbstregulierung des Herzens“

Peggy Mädler steht mit „Selbstregulierung des Herzens“ auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026. Ein Blick auf ihr Leben, Werk und den Roman.

Peggy Mädler ist mit ihrem Roman „Selbstregulierung des Herzens“ für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert. Die Jury wählte den Roman gemeinsam mit fünf weiteren Titeln aus insgesamt 20 Büchern der Longlist für das Finale aus. Die Preisverleihung findet am 5. Oktober 2026 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse im Frankfurter Römer statt.

Peggy Mädler und ihr für den deutschen Buchpreis 2026 nominierter Roman „Selbstregulierung des Herzens“.
Quelle: Verlag Galiani, © Wenke Seemann
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Peggy Mädler ist mit ihrem Roman „Selbstregulierung des Herzens“ für den Deutschen Buchpreis 2026 nominiert. Das Buch steht auf der Shortlist, die am 8. September 2026 veröffentlicht wurde. Die Preisverleihung findet am 5. Oktober 2026 zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse statt. Der Deutsche Buchpreis zeichnet jährlich den deutschsprachigen „Roman des Jahres“ aus. Für die Shortlist 2026 wurden sechs Romane ausgewählt, darunter „Selbstregulierung des Herzens“ von Peggy Mädler.

Wer ist Peggy Mädler?

Peggy Mädler wurde 1976 in Dresden geboren. Sie studierte Theater-, Kultur- und Erziehungswissenschaft und promovierte in Kulturwissenschaften. Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin ist sie als freie Autorin und Dramaturgin tätig und arbeitet mit Theatern, Regisseur*innen und Performancegruppen zusammen.

Ihr erster Roman „Legende vom Glück des Menschen“ erschien 2011. Mit „Wohin wir gehen“ folgte 2019 ein weiterer Roman, für den sie den Fontane-Literaturpreis der Fontanestadt Neuruppin und des Landes Brandenburg erhielt. 2024 veröffentlichte sie gemeinsam mit Annett Gröschner und Wenke Seemann „Drei ostdeutsche Frauen betrinken sich und gründen den idealen Staat“.

Worum geht es in „Selbstregulierung des Herzens“?

„Selbstregulierung des Herzens“ ist ein Roman über Nähe, Freundschaft, Loyalität und Vertrauen in einer von staatlicher Kontrolle geprägten Welt. Die Handlung entfaltet ein Panorama des Lebens in der DDR und im frisch wiedervereinigten Deutschland. Im Zentrum stehen Georg, der mithilfe von Computern und Kybernetik an eine Veränderbarkeit des Systems glaubt, und die Künstlerin Mona. Um sie herum entsteht ein größeres Figurenensemble: Menschen, die hoffen, sich anpassen, ausbrechen oder versuchen, von innen etwas zu verändern. Ein wichtiger Ort des Romans ist ein Dorf in der Nähe von Wandlitz, an dem sich die Figuren begegnen und an dem sich politische, private und gesellschaftliche Spannungen verdichten.

Der Roman verbindet persönliche Lebenswege mit Fragen nach Systemen, Steuerung und Veränderung. Damit blickt Peggy Mädler nicht nur zurück auf die DDR und die Umbruchszeit, sondern stellt auch Fragen, die in die Gegenwart reichen: Wie stark prägen politische Systeme das private Leben? Wie viel Handlungsspielraum bleibt Einzelnen? Und was geschieht mit Beziehungen, wenn Vertrauen brüchig wird?

Warum ist die Nominierung wichtig?

Die Nominierung für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026 rückt Peggy Mädlers Roman in den Mittelpunkt der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Die Jury wählte aus insgesamt 205 gesichteten Titeln zunächst 20 Romane für die Longlist und daraus sechs Bücher für die Shortlist aus. „Selbstregulierung des Herzens“ gehört damit zu den sechs Romanen, die 2026 für den Deutschen Buchpreis im Finale stehen. Der oder die Preisträger*in wird erst am Abend der Verleihung bekanntgegeben.

Buchdaten

  • Titel: „Selbstregulierung des Herzens“
  • Autorin: Peggy Mädler
  • Herausgeber: Galiani Berlin
  • Erscheinungstermin: 12.02.2026
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 304 Seiten
  • Preis: 23,00 €

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